Die Europäische Union hat gegen Meta, den Konzern hinter Facebook, wegen unerlaubter Datenübertragungen in die USA eine historische Strafe verhängt. Meta wurde ebenfalls angewiesen, solche Datenübermittlungen einzustellen. Bitkom, der Digitalverband, warnte davor, dass Europa keinen Datenstau errichten sollte. Im Zuge des andauernden Datenschutzkonflikts mit Meta hat die irische Datenschutzkommission (Data Protection Commission, DPC) dem Konzern eine Strafe von 1,2 Milliarden Euro auferlegt, basierend auf Verstößen gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der EU.
Dieser Vorgang resultiert aus einem fortgesetzten Disput über die Übermittlung von Daten von EU-Facebook-Nutzern an Server in den USA. Die DPC hat Meta eine Frist von fünf Monaten eingeräumt, um diese Datentransfers zu beenden. Auslöser des Ganzen war eine Klage des österreichischen Datenschutz-Aktivisten Max Schrems wegen Bedenken, dass US-Geheimdienste möglicherweise auf Daten europäischer Bürger zugreifen könnten. Schrems‘ Klage richtete sich speziell gegen Facebook, weshalb der aktuelle Entscheid andere Meta-Dienste, wie Instagram und WhatsApp, nicht betrifft.

